Oma Nilla, Hofleben & Crazy Farming: die Geschichte hinter dem BergBaur
Wie wird aus einem Bauernhof am Berg ein Crazy-Farming-Hotel?
Ganz bestimmt nicht nach einem fixen Plan, sondern über Generationen hinweg. Mit viel Mut, echtem Hofleben und einer ziemlich besonderen Oma. Aber vor allem mit Menschen, die immer wieder das nötige Selbstvertrauen hatten, Dinge ein bisserl anders anzupacken. Die Geschichte vom BergBaur in Neukirchen am Großvenediger beginnt lange vor Hotelzimmern, Alpine Beach Club und DailyDeli. Viel mehr beginnt sie im Jahr 1936 mit Oma Nilla und dem "Buasengut".
Manche Hotels entstehen am Reißbrett, der BergBaur dagegen ist über viele Jahrzehnte gewachsen. Der Hof wurde verändert, erweitert, umgebaut und immer wieder neu gedacht. Aus einem einfachen Bauernhof wurde über Jahrzehnte ein Ort für Gäste und schließlich der BergBaur. Und obwohl sich über die Jahre vieles verändert hat, zieht sich eine Sache wie ein roter Faden durch die Geschichte: die Freude daran, Menschen willkommen zu heißen und das Leben hier oben am Berg mit ihnen zu teilen.
1936: Oma Nilla kommt zum "Buasengut"
Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1936. Oma Nilla ist gerade einmal 19 Jahre alt, als sie durch ihre Heirat zum "Buasengut" kommt. Der Hof ist damals natürlich noch weit von dem entfernt, was ihr heute als BergBaur kennt. Es gibt weder DailyDeli noch Spa, Alpine Beach Club oder Himmelsschaukel. Stattdessen bestimmen Landwirtschaft, Vieh, Familie und jede Menge Arbeit den Alltag.
Oma Nilla packt mit an, zieht ihre Familie groß und prägt das Leben auf dem Hof. In unserer Familiengeschichte steht sie für Mut, Tatkraft und Lebensfreude – Eigenschaften, die erstaunlich gut zu dem passen, was wir heute mit einem Augenzwinkern als Crazy Farming bezeichnen würden. Ihr Name gehört deshalb bis heute zum BergBaur, zu seiner Vergangenheit und zu dem, was wir heute daraus machen.

Vom Bauernhof zum Gastgeberbetrieb
In den 1950er-Jahren beginnt sich auf dem "Buasengut" so einiges zu verändern. 1953 entstehen erste Ideen und Versuche für einen Skilift, gleichzeitig wird die Konzession für eine Jausenstation beantragt. Zwei Jahre später wird aus der Jausenstation ein Gasthof, und zwischen 1955 und 1972 werden im Bauernhaus bereits Zimmer vermietet und Gäste à la carte bewirtet.
1964 wird der Skilift hinter das "Buasengut" verlegt. Infolgedessen kommen auch die ersten Winterurlauber auf den Hof. Mit dem wachsenden Tourismus entwickelt sich der Betrieb stets weiter: 1970 beginnt der Bau von Farmers Home, und für die damalige Zeit wird durchaus großzügig gedacht. Es entstehen ein Restaurant sowie eine Terrasse mit rund 100 Sitzplätzen, ein Hallenbad, eine Sauna sowie 23 Komfortzimmer mit eigenem Bad. Zu Pfingsten 1972 wird das neue Gebäude eröffnet.
In den folgenden Jahrzehnten kommen weitere Zimmer und Ferienwohnungen hinzu, Gebäude werden renoviert, umgebaut und an die aktuellen Bedürfnisse der Gäste angepasst. Der Betrieb wird später unter dem Namen Hotel Feriengut Buasen geführt. Der Tourismus ist hier also nicht einfach neben einen bestehenden Bauernhof gesetzt worden. Er ist Schritt für Schritt aus dem Hof heraus entstanden. Hofleben, Regionalität, Naturverbundenheit und Familie gehören deshalb ganz selbstverständlich zur Geschichte dieses besonderen Fleckchens Erde. Rückblickend steckt in dieser Entwicklung bereits ziemlich viel von dem, was den BergBaur auch heute ausmacht: bodenständig bleiben und trotzdem den Mut haben, Neues auszuprobieren.
Den Begriff „Crazy Farming“ gab es damals natürlich noch nicht. Die Haltung dahinter war aber bereits spürbar. Schließlich stellte man sich hier am Hof einmal die Frage: Wie soll es eigentlich weitergehen? Für welche Werte möchten wir eigentlich stehen? Ein Familienbetrieb verändert sich im Lauf der Jahrzehnte nicht nur durch neue Gebäude, Zimmer oder Renovierungen.
2018 begannen dann die ersten Gedankenexperimente und Planungen, den Betrieb zukunftsorientiert auszurichten. Dabei ging es um weit mehr als neue Zimmer oder zusätzliche Angebote. Viel entscheidender war die Frage: Was macht diesen Ort eigentlich wirklich so besonders? Die Antwort lag auf der Hand: der Hof, die Familiengeschichte, die Berge, das Landleben, die Menschen und natürlich auch Oma Nilla. Statt all das hinter einer möglichst modernen Hotelwelt zu verstecken, sollte genau diese Herkunft wieder stärker sichtbar und spürbar werden. Aus dieser Idee entwickelte sich Schritt für Schritt der heutige BergBaur, das Crazy-Farming-Hotel in Neukirchen am Großvenediger.

Aber was bedeutet eigentlich Crazy Farming?
Wer den Begriff Crazy Farming zum ersten Mal hört, darf sich übrigens entspannen: Niemand muss bei uns morgens um fünf in den Stall oder vor dem Frühstück eine Kuh melken.
Crazy Farming ist für uns ohnehin weniger ein festes Programm als eine Haltung. Es geht vielmehr darum, das traditionelle Hof- und Landleben nicht wie in einem Museum zu konservieren, sondern es mit Respekt weiterzuentwickeln. Bodenständig sein, ohne altmodisch zu werden. Traditionen wertschätzen, ohne alles genauso machen zu müssen wie vor 80 Jahren. Die Natur genießen, gut essen, gemeinsam lachen, interessante Menschen kennenlernen und sich selbst manchmal einfach nicht ganz so ernst nehmen.
Und so trifft beim BergBaur heute echtes Hofleben auf modernes Hotelleben, der Pinzgau auf die große weite Welt und alte Tradition auf neue, manchmal auch ziemlich verrückte Ideen.

Crazy Farmer. Lovely People.
Oma Nilla sitzt irgendwie noch immer mit am Tisch. Besonders lebendig wird die Vergangenheit dort, wo auf einem Bauernhof seit jeher viele Geschichten entstehen: beim Essen.
In Nilla's Gaststube und im DailyDeli greifen wir die traditionelle regionale Küche auf und interpretieren manches neu. Alte Rezepte dürfen dabei ruhig einen modernen Twist bekommen. Denn Tradition bedeutet für uns nicht, etwas möglichst unverändert aufzubewahren. Viel schöner ist es, wenn sie weitererzählt und von einer Generation zur nächsten mitgenommen wird. Auch Oma Nillas Kochbuch aus dem Jahr 1936 gehört zu dieser Geschichte. Und ihr Kuchltisch befindet sich heute wieder dort, wo gekocht, geredet, gelacht und gemeinsam gegessen wird. Wir glauben, dass ihr genau dieser Platz gefallen hätte.
Vielleicht ist das überhaupt die schönste Form, die eigene Vergangenheit zu bewahren: nicht indem man sie hinter Glas stellt, sondern sie im Alltag weiterleben lässt. Und manchmal schmeckt diese Geschichte dann eben nach einem Gericht aus Omas Kochbuch oder nach frisch gebackenem Brot.
Lovely People: Unser Team schreibt die Geschichte weiter. Natürlich lebt der BergBaur heute nicht nur von seiner Vergangenheit, alten Rezepten oder der Familiengeschichte. Ein Ort wird vor allem durch die Menschen geprägt, die ihn jeden Tag mit Leben füllen.
Heute kümmert sich unser kleines Team um den BergBaur und seine Gäste. Ein bunter Mix an ganz besonderen Charakteren bringt seine Erfahrungen, Talente und Ideen mit. Sie sorgen gemeinsam dafür, dass sich ein Aufenthalt bei uns nicht anonym anfühlt. Und obwohl der BergBaur tief im Pinzgau verwurzelt ist, darf die große weite Welt ruhig ihren Weg zu uns auf den Berg finden. Was auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich klingt, passt ziemlich gut zu unserer Idee von Crazy Farming: die eigenen Wurzeln kennen und trotzdem neugierig auf Menschen, Kulturen und neue Ideen bleiben.
Eine Geschichte, die weitergeht
Wenn wir heute auf 1.030 Metern in Neukirchen am Großvenediger stehen und über die Bergwelt rund um den Nationalpark Hohe Tauern schauen, ist vieles anders als zu Oma Nillas Zeiten. Und trotzdem ist der Ursprung dieses Ortes noch spürbar: in Nilla's Gaststube, in alten Rezepten, im Hofleben, in unserer Küche und vor allem in der Art, wie wir Gastgeber sein möchten.
Der BergBaur ist für uns deshalb kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern ihre Weiterentwicklung. Das Erbe von Oma Nilla wertzuschätzen und gleichzeitig mutig genug zu sein, etwas Eigenes daraus zu machen – genau darin liegt für uns die Verbindung zwischen früher und heute. Genau das ist für uns Crazy Farming.
Und wer weiß: Vielleicht hätte Oma Nilla beim ersten Blick auf Himmelsschaukel, Alpine Beach Club und all die verrückten Ideen beim BergBaur kurz den Kopf geschüttelt. Wahrscheinlich hätte sie sich danach aber einfach dazugesetzt, mitgelacht und geschaut, was aus ihrem "Buasengut" geworden ist. Und ganz bestimmt wäre sie auch ein bisschen stolz ;)

Fazit: Vom Buasengut zum Crazy-Farming-Hotel
Die Geschichte des BergBaur in Neukirchen am Großvenediger beginnt mit Oma Nilla, dem Buasengut und echtem Hofleben. Über Generationen hinweg ist daraus ein besonderer Ort für Gäste entstanden, der seine Wurzeln bis heute nicht vergessen hat.
Genau darin liegt für uns die Idee von Crazy Farming: Tradition bewahren, Neues zulassen und das Hofleben immer wieder zeitgemäß weiterdenken. So verbindet der BergBaur seine Familiengeschichte mit moderner Gastfreundschaft, regionaler Küche, Naturverbundenheit und Menschen, die diesen Ort jeden Tag mit Leben füllen.
Der BergBaur ist deshalb nicht einfach nur ein Hotel in Neukirchen am Großvenediger, sondern die Weiterentwicklung einer Geschichte, die 1936 mit Oma Nilla begonnen hat und bis heute fortgeschrieben wird.
Crazy Farmer. Lovely People.



